Catering-Trends für Firmenfeiern: Fingerfood und Cocktailbar

Firmenfeiern erfüllen heutzutage gleich mehrere Funktionen: Teambuilding, Wertschätzung der Leistungen im vergangenen Jahr, Raum für Gespräche zwischen Abteilungen, die im Alltag eher nicht miteinander zu tun haben und vieles mehr. Die Verpflegung ist dabei ein entscheidender Faktor für Stimmung und Atmosphäre des gesamten Abends.

Von klassischen Buffets zu individuellen Cateringkonzepten

Bis vor wenigen Jahren bestand die Verpflegung bei Firmenfeiern meist aus einem Buffet mit Kalt- und Warmspeisen, einem Sektempfang und vielleicht einer einfachen Saftbar. Das deckt den Grundbedarf, lässt aber wenig Raum für Begegnung und Interaktion zwischen den Gästen. Die neuen Konzepte setzen hier auf Stationen, an denen sich Gäste aktiv einbringen können, etwa an Live-Cooking-Stationen oder Grillstationen mit Showeffekt. Ein Format, das sich in den letzten Jahren bei vielen Unternehmen etabliert hat, ist die mobile Cocktailbar für die Firmenfeier. Sie sorgt für Geselligkeit unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern und wird häufig als optischer Mittelpunkt des Abends empfunden. Als grober Richtwert für die Personalplanung gilt eine Servicekraft pro 40 bis 60 Gäste, damit es an der Bar nicht zu langen Wartezeiten kommt.

Fingerfood und Streetfood-Stationen als flexible Alternativen

Nicht nur bei den Getränken hat sich etwas getan. Auch bei den Speisen hat ein Wandel stattgefunden. Fingerfood liegt nach wie vor hoch im Kurs, weil es sich gut mit Stehempfängen kombinieren lässt und wenig Tischfläche benötigt. Caterer kalkulieren häufig mit sechs bis acht kleinen Häppchen pro Person und Stunde, je nach Dauer der Veranstaltung und Menge warmer Speisen. Eine Trendwende zeichnen Streetfood-Stationen ab, an denen Burger, asiatische Bowls oder mediterrane Mezze direkt vor den Augen der Gäste zubereitet werden. Dieses Konzept eignet sich besonders gut für Veranstaltungen mit gemischtem Publikum, da hiermit unterschiedliche Geschmäcker gleichzeitig angesprochen werden können.

Bei der Auswahl der einzelnen Stationen ist ein Blick auf die Gästestruktur sinnvoll, etwa darauf, wie viel Vegetarisches oder Veganes in vielen Betrieben in den letzten Jahren gewünscht wurde. Eine Kennzeichnung allergener Stoffe ist keine Option, sondern nach der Lebensmittelinformationsverordnung in Deutschland und der gesamten EU beim Ausschank loser Speisen auf Veranstaltungen Pflicht.

Planung und Qualitätskriterien für Firmencatering

Bei der Auswahl eines Caterers oder Eventdienstleisters ist die Berücksichtigung fester Kriterien unerlässlich. Hierzu zählen die Einhaltung der HACCP-Richtlinien (Hazard Analysis and Critical Control Points), die in der EU für alle Betriebe verbindlich sind, die Lebensmittel herstellen oder ausgeben.

Für die Budgetplanung ist eine Kalkulation pro Kopf hilfreich, in die Personal, Equipment und Getränke einzeln eingerechnet werden, da Pauschale oft wenig über die tatsächliche Kostenverteilung aussagen. Wer wie hier mehrere Stationen kombiniert, etwa Fingerfood, eine Streetfood-Ecke und eine Cocktailstation, ist zudem auf ausreichend Laufwege zu achten. Andernfalls stehen sich an irgendeiner Stelle die Gäste die Füße platt und der gesamte Ablauf der Feier ist gestört.

Das passende Catering-Konzept findet sich letztlich aus der Mischung der Gästezahl, des Budgets und der geforderten Feierlichkeit. Wer früh plant und mit verschiedenen Formaten spielt, kann leicht typische Probleme wie lange Wartezeiten oder einseitige Verpflegung vermeiden. Für die Umsetzung ist ein Vergleich mehrerer Anbieter ratsam, auch ein Abgleich der eigenen Forderungen mit den gebotenen Leistungen, bevor eine Entscheidung getroffen wird.