Klimafreundlich essen

20 Prozent des Gesamtausstoßes von Treibhausgasen der Industrieländer sind auf Ernährung zurückzuführen. In einem deutschen Durchschnittshaushalt liegt dieser Wert bei 16 Prozent [1].
Jedes Produkt belastet allein durch seine Herstellung die Umwelt mit CO2 oder CO2-äquivalenten Gasen. Stellen Sie sich das Ganze vor, als würden Sie einen ökologischen Rucksack tragen. Die Rucksäcke sind unterschiedlich groß und schwer: Zum einen gibt es große Unterschiede zwischen den verschiedenen Nahrungsmittelgruppen wie Gemüse, Fleisch und Getreide. Andererseits verschieben sich die Werte auch je nach Art der Produktion (ökologischer oder konventioneller Anbau).
Grundsätzlich gilt, dass frisches Gemüse den niedrigsten CO2-Ausstoß verursacht, dicht gefolgt von Getreideprodukten. Werden diese Produkte tiefgekühlt oder haben sie einen besonders weiten Anfahrtsweg, erhöht sich die Bilanz. Doch nicht jede importierte Ananas ist gleich ein klimatischer Sündenfall. Hier gilt die Faustregel: je ausgelasteter/effizienter der Transport, desto geringer die Belastung durch eine einzelne Frucht.
Bei tierischen Lebensmitteln ist die CO2-Bilanz zehnmal höher als bei frischem Gemüse. Von der Futtermittelproduktion über die Aufzucht der Tiere bis hin zum fertigen Produkt werden hohe Mengen an Energie benötigt. Die Haltung von Wiederkäuern ist mit ihrer Freisetzung der Treibhausgase Methan und Lachgas besonders schädlich für die Umwelt [2].
Die Klimabilanz von Lebensmitteln ist die Summe vieler verschiedener Faktoren. Auch das Biosiegel gibt keine sichere Orientierung, denn die Emission von Treibhausgasen ist kein Bestandteil der Kriterien für seine Vergabe [3]. So braucht man viel Zeit und Muße, sich mit den gekauften Lebensmitteln auseinanderzusetzen.
KommtEssen nimmt Ihnen diese Aufgabe ab. Wir stellen Lebensmittel für Sie zusammen, die schmecken und gleichzeitig das Klima schonen. Rindfleisch wird deshalb nur selten in unsere Schlemmertüten gepackt. Bei Gemüse bevorzugen wir Anbaugebiete mit dem kürzesten Transportweg.
Denn wir wollen Ihnen beweisen, wie lecker Umweltschutz sein kann. Für uns und unsere Kinder!
Uwe Fritsche/Dr. Ulrike Eberle, Treibhausgasemissionen durch Erzeugung von Lebensmitteln (Arbeitspapier), Darmstadt/Hamburg 2007, Online-Publikation, www.oeko.de/oekodoc/328/2007-011-de.pdf, Stand 08.01.10, S. 4 Nach oben
Jesko Hirschfeld/Julika Weiß/Marcin Preidl/Thomas Korbun, Klimawirkungen der Landwirtschaft in Deutschland (Kurzfassung), in: foodwatch, Klimaretter Bio? Der foodwatch-Report über den Treibhauseffekt konventioneller und ökologischer Landwirtschaft in Deutschland, Online-Publikation, http://www.foodwatch.de/foodwatch/content/e10/e17197/e17201/e17219/foodwatch-Report_Klimaretter-Bio_20080825_ger.pdf, S. 15-52, hier S. 23 Nach oben
Foodwatch, Klimaretter Bio? Der foodwatch-Report über den Treibhauseffekt konventioneller und ökologischer Landwirtschaft in Deutschland, Online-Publikation, http://www.foodwatch.de/foodwatch/content/e10/e17197/e17201/e17219/foodwatch-Report_Klimaretter-Bio_20080825_ger.pdf, S. 10 Nach oben